Schöne Zähne haben und erhalten
Implantate schonen die natürliche Zahnsubstanz
10-2007Wer möchte nicht schöne Zähne haben und seine eigenen Zähne erhalten?
Ganz wichtig für die Zahnerhaltung ist eine regelmäßige Zahnpflege, das heißt, 2x täglich für ca. 2 Min. die Zähne intensiv putzen. Bedeutungsvoll für die
Zahnerhaltung ist eine Zahnreinigung in den Prophylaxeabteilungen einer Zahnarztpraxis – dies sollte 2x jährlich durchgeführt werden.

Ist doch mal eine Karies vorhanden, wird der Zahn zunächst mit einer Füllung versehen. Im Falle größerer Beschwerden ist
oft eine Wurzelbehandlung mit eventuell anschließender Wurzelspitzenresektion die Therapie der Wahl. Manchmal ist der
Erhalt eines Zahnes nicht mehr möglich, weil er zu stark zerstört ist – der Zahn muss gezogen werden. Die dann entstandene
Lücke sollte dringend versorgt werden, um eine Überlastung und daraus resultierende ungünstige Kippbewegung
der Nachbarzähne zu vermeiden. Auch der Zahn im Gegenbiss kann in die Lücke wachsen , dies kann zu erheblichen Funktionsstörungen
führen. Im Ergebnis sind also nach Extraktion eines Zahnes drei Zähne gefährdet.
Wie verhindert man diese Überlastung des Restgebisses? Eine Möglichkeit besteht in dem Beschleifen der Nachbarzähne
der Lücke, um diese mit einer Brücke zu versorgen. Auf diese Weise erreicht man eine Stabilisierung der benachbarten Zähne.
Die bessere Methode besteht in der Möglichkeit, ein Implantat zu setzen. Man füllt also die Lücke wieder aus, die durch den
Verlust des Zahnes entstanden ist. Dieses Vorgehen vermeidet ebenfalls eine Kippbewegung der Nachbarzähne. Außerdem
hat man bei dieser Methode den Vorteil, gesunde Zähne nicht beschleifen zu müssen – eine in unserer Praxis sehr häufig
angewandte Therapie. Auf diese Weise kann man eine Funktionsstörung verhindern und wir erreichen damit eine Volumenerhaltung
des Knochens. Ist ein Zahn erst gezogen, zieht sich der Knochen immer weiter zurück, es sei denn, ein Implantat wird gesetzt. Der Knochen
braucht also die Krafteinwirkung über einen Zahn oder ein Implantat, damit sich neue Knochenzellen bilden.
Mit Implantaten kann man einzelne Zahnlücken schließen oder auch größere Bereiche fehlender Zähne versorgen. Ein
Implantat ersetzt also zu 100 % einen fehlenden Zahn in der Funktion und natürlich auch im Aussehen – es entlastet
das Restgebiss.
Eine besondere Bedeutung hat ein Implantat zur Fixierung von Prothesen. Fehlen z. B. alle Zähne des Unterkiefers,
kann man im günstigsten Fall mit 2 Implantaten eine Vollprothese sehr gut fixieren. Der Patient kann dann wieder
feste Nahrung zerkleinern, ohne Behinderung durch einen wackeligen Zahnersatz. Setzt man z. B. 4 Implantate in den
Unterkiefer, kann man den Zahnersatz innerhalb weniger Tage nach Implantation befestigen – und der Patient kann
nach kurzer Zeit wieder fest zubeißen. Spätestens nach einer Woche wird der gesamte Zahnersatz eingegliedert.
Nach dem Setzen von Einzelimplantaten sowohl im Unter- als auch im Oberkiefer braucht es in der Regel zwei Monate bis zur Einheilung der Implantate. Jetzt folgt
die prothetische Versorgung. Eine besondere Variante der Implantation ist die so genannte Sofortimplantation. Muss ein Zahn gezogen werden, wird in der gleichen
Sitzung ein Implantat in den Knochen gesetzt. Bei diesem Verfahren spart man erstens drei Monate Heilungszeit
nach Extraktion des Zahnes und zweitens wird der Knochen fast zu 100 % erhalten – der Knochen kann nicht artrophieren,
das heißt an Volumen abnehmen, da die Wunde gleich ausgefüllt wird.
Ein Implantat hat bei guter Pflege in Bezug auf die Haltbarkeit eine gute Prognose. Es übernimmt zu 100 % die Aufgabe
eines intakten Zahnes und entlastet so die benachbarten Zähne erheblich. Das Motto: „Ein gutes Implantat ist besser als
ein schlechter Zahn“ gilt auch hier.
Dr. Klaus Petersen, (MSc)
Spezialist für Implantologie
Dr. Benjamin Petersen
Zahnärzte